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Michael Touma

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Michael Touma arbeitet in den Bereichen: Malerei, Grafik, Video, Plastik, Installation, Performance und Schriftstellerei.

 

Lebensstationen (Auswahl)

1956 in Haifa, Israel geboren / 1975–1976 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden / 1977    Studium an der Kunst-hochschule Berlin-Weißensee / 1987–1990 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig / 1990–1993 Meisterschüler bei Professor Bernhard Heisig / 1993–1997 Künstlerischer Leiter der Werkstatt für Digitale Bildbearbeitung im Fachbereich Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) / 1999-2010 TOUMAartGalerie mit Gabine Heinze / Seit 1998 Freischaffender Künstler

 

Ausstellungen (Auswahl)

2024 »Identities« Schloss Károlyi in Füzérradvány,

Ungarn mit Mohab Abdel Gahffar / 2023 »Re-Connect« (Museum für bildende Kunst in Leipzig (Mdbk) (Eine Gemeinschaftsausstellung). / 2023 »TOUMA-Malerei« Galerie Archiv/ Massiv in der Spinnerei, Leipzig / 2020 »Spuren« Galerie leipziger hof, Leipzig / 2017 »Intrusion« Galerie leipziger hof, Leipzig / 2012 »Ein Mann träumt vom Tanzen« Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V., Leipzig / Seit 1977 Ausstellungen in: Haifa (Israel), Jerusalem, Leipzig, Herzliya (Israel), Havanna, Los Angeles, Berlin, Bonn.

 

Bücher (Auswahl)*

2026 »Warum nach dem Mond greifen, wenn die Liebe zum Greifen so nah ist?« Lyrik und Prosa / 2026 »Liebe« Lyrik mit Grit Kurt / 2024 »Die Reise« Lyrik und Prosa / 2023 »Das Geschenk« Lyrik und Bilder / 2014 »Das Fenster« Erzählungen / 2012 »Das dünne Buch« Erzählungen / 2011 »Lied des Lebens«, Prosa, Lyrik.

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Theater, Lesungen und Konzerte

2023 Beteiligung mit eigene Texte an »Kunst im Exil« Theater-Collage in MdbK Leipzig / 2018 - 2023 /Konzertreihe mit Jan Klesse u.a in Peterskirche, Leipzig, in der Galerie  Art In in Meerane / 2017 »Zwischen hier und Dort« Konzert mit jan Klesse in Theaterhaus Schille in Leipzig / 2013 »Die Sonne kennt keine Schatten« Eigene Theaterstück in Bürgerverein Messemagistrale, Leipzig e. V. / 2005 »Sie war da«. Videoperformance mit Gabine Heinze, in TOUMAart-Galerie / 2004 »Hallo, hier spricht Edgar Wallace«. Livekonzert mit Videoprojektion im Rahmen der Konzertreihe der Leipziger Jazzmusiker               

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Michael Touma über die Ausstellung Licht inmitten der Dunkelheit:

 

Laut aktuellen Studien haben kriegerische Konflikte weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Bis Ende September wurden global insgesamt 89 Konflikte mit Kriegs- oder kriegsähnlicher Intensität erfasst – darunter 35 Kriege und 54 begrenzte Kriege (Quelle: orf.at).

Die Vielzahl an Auseinandersetzungen ist kaum noch zu überschauen: DerIran, Israel und Gaza, der Südsudan, Syrien sowie die Ukraine sind nur einige der Kriegsschauplätze unserer Gegenwart. Gleichzeitig ertrinken Hunderte Geflüchtete auf dem Seeweg nach Europa. Es scheint, als zähle das menschliche Leben nichts mehr – die schmerzhaft zeigt, wie sehr der Wert des Einzelnen in den Hintergrund rückt.

 

Ich bin 1956 in Haifa, Israel, geboren. Die Stadt existierte bereits lange Zeitvor der Gründung des Staates Israel. Das Gebiet, auf dem heute Israel liegt,hieß Palästina und war 500 Jahre lang Teil des Osmanischen Reiches. Im Laufe der Jahrtausende wurde das Land unter anderem von den Kanaanitern, den Israeliten, den Assyrern, den Babyloniern, den Persern, von Alexander dem Großen, von muslimischen Dynastien und christlichen Kreuzfahrern besiedelt und erobert. Dabei wurden immer wieder Menschen getötet und vertrieben. Mein Vater Emile war Palästinenser, meine Mutter Haya Jüdin. Im Jahr 1948 wurde Israel gegründet, woraufhin meine Großeltern väterlicherseits zu Flüchtlingen wurden. Bereits 1934 waren meine jüdischen Großeltern gemeinsam mit meiner Mutter aus Moldau nach Haifa geflüchtet. Als Kind lebte ich drei Jahre mit meinen Eltern in Moskau**, und** in den Sommerferien besuchte ich unsere jüdische Familie in Kischinjow(Kischinau). Seit 1987 lebe ich in Leipzig. Egal wo ich war: Überall begegneten mir Geschichten von Krieg, Flucht und Vertreibung. So habe ich gelernt, dass das Thema Krieg und seine Folgen Menschen weltweit trifft. Diese Erfahrungen hinterlassen traumatische Spuren im kollektiven Gedächtnis und prägen das Bewusstsein ganzer Gesellschaften. Trotzdem fehlt es oft an Solidarität zwischen Menschen verschiedener Kulturen. In dieser Ausstellung zeige ich Bilder, die zwischen 1972 und heute entstanden sind. Es sind Bilder der Betroffenheit, die das verbindende Leid inden Vordergrund stellen. Zum Teil sind es Bilder, die Sehnsüchte ausdrücken, Porträts und auch Denkbilder, in denen ich Facetten der Wirklichkeit thematisiere.
In der Politik spricht man oft von »nationaler Sicherheit« oder dem »Krieg der Kulturen«. Die Welt wird in Feinde und Verbündete unterteilt. Man redet von den Palästinensern, den Israelis, den Amerikanern oder den Deutschen. Dabei wird der Mensch als Individuum nicht wahrgenommen, seinem Schicksal kein Mitgefühl geschenkt. Ich versuche, in meinen Bildern die Einmaligkeit des Menschen in das Zentrum des Interesses zu rücken. Ich hoffe, die Ausstellung wird den Betrachter zum Nachdenken anregen und einen Dialog fördern.“

 

Ich bedanke mich herzlich für die Möglichkeit, in der Galerie W182 auszustellen – einem Ort, der zum Verweilen und Nachdenken einlädt.

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