Stanislav Yushkow 'Zwischenräume' Farbwelten aus der Ukraine
Do., 11. Juni
|Leipzig
Der ukrainische Künstler Stanislav Yushkow verbindet in seinen Arbeiten persönliche Erinnerungen mit den Spuren eines Landes im Wandel. Leuchtende Farbflächen, fragmentierte Figuren und poetische Brüche formen eine Bildwelt, die zwischen Verletzlichkeit und Hoffnung schwebt.


Zeit & Ort
11. Juni 2026, 19:30 – 18. Juli 2026, 19:00
Leipzig, Wurzner Str. 182, 04318 Leipzig, Deutschland
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Stanislav Yushkov ist einer der bedeutendsten ukrainischen Künstler. Geb. 1950. Seine abstrakten Werke sind geprägt durch intensive Farbwelten, symbolische Zeichen und eine einzigartige Bildsprache. Er lebt und arbeitet in Dnipro.
Yushkov begann seine Laufbahn in der Sowjetunion, wo Abstraktion als politisch unerwünscht galt. Diese Außenseiterposition wurde jedoch zu seiner Quelle künstlerischer Freiheit. Unabhängig von politischen oder modischen Strömungen entwickelte er eine eigene, konsequent abstrakte Ausdrucksweise. Seit 1978 ist er Mitglied des Nationalen Künstlerverbandes der Ukraine.
Sein Repertoire umfasst Tempera, Öl, Aquarell, Pastell, Kohle, Enkaustik, Emaille und Tapisserie. In seinem Werk fungiert Farbe als Sprache und Symbol als Erinnerung – sie tragen emotionale, narrative und meditative Bedeutung. Wiederkehrende schriftähnliche Zeichen formen ein persönliches Alphabet und verleihen seiner Kunst Tiefe und Kohärenz.
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 hat sich Yushkovs Stil verändert: menschliche Figuren treten deutlicher hervor, Gesichter erscheinen, die Schmerz und Entschlossenheit zeigen. Seine Arbeiten reflektieren Krieg, Verlust und zugleich innere Stärke – ein stiller, aber kraftvoller künstlerischer Widerstand.
Yushkovs Kunst gilt als transformativ, nicht bloß beeindruckend: Sie fordert den Betrachter auf, innezuhalten und in sich selbst hineinzuhören – ein Ausdruck stiller Intensität und humanistischer Haltung.
Die Galerie W182 zeigt 38 Aquarelle aus dem Zeitraum 1990–2023.
