Was wir vom Beethovenjahr 2020 mitnehmen sollten



Im Jahr 2020 wollten wir den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven feiern. Nicht nur in seiner Geburtsstadt Bonn und seiner Wirkungsstätte Wien waren eine Fülle von Beethoven Konzertreihen und Festivals angesagt, auch in der Musikstadt Leipzig sollte mit zahlreichen Konzertevents seiner gedacht werden. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung, nur wenige Konzerte konnten stattfinden und wenn, dann mit großem Abstand und Masken, was nicht nur dem Publikum, sondern auch den Aufführenden kaum noch Vergnügen bereitete.


Was wir aber mitnehmen sollten, ist ein Stück von der fast heldenhaften Persönlichkeit und Haltung Beethovens: Schon früh erkrankte er an Schwerhörigkeit , die sich zur vollständigen Taubheit entwickelte. Eine Unmöglichkeit, eigentlich das absolute Aus für jeden Musiker. Doch Beethoven trotze der Krankheit, seine größten und bekanntesten Werke, die letzten Symphonien komponierte er in vollkommener Taubheit, er hat sie selbst nie gehört. Dieses 'Trotzdem', dieses 'jetzt erst recht' ist eine Geisteshaltung, von der wir alle ein Stück mitnehmen und annehmen sollten. Gegen alle Widerstände ankämpfen, auch das scheinbar Unmögliche dann doch durchzusetzen, das sollten wir auch übernehmen. Ich wünsche uns allen ein Stück Beethoven !


Hören Sie hier Beethoven's Klaviersonate Nr. 21 C-Dur gespielt von Igor Levit am 17. Dezember 2020 beim Hauskonzert für den Bundespräsidenten:


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