Brauchen wir überhaupt Kultur im Stadtteil ?

Aktualisiert: 7. Dez. 2020




Auslöser für die Errichtung der Galerie W182 in der Wurzner Straße 182 im Leipziger Osten waren die vielen leerstehenden Läden und das Fehlen von Orten für Kultur und Begegnungen. Dem wollten wir etwas entgegensetzen. Der Stadtteil Sellerhausen-Stünz soll sich nicht zu einer Schlafstadt entwickeln.


Doch wozu braucht es überhaupt ein kulturelles Angebot im Stadtteil einer Großstadt? Leipzig bietet eines der reichsten und vielfältigsten Kulturangebote unter allen deutschen Großstädten, in 15 Minuten erreicht man aus unserem Stadtteil mit der Straßenbahn die Innenstadt und findet dort in Gewandhaus, Oper, Theater und Hochschulen Kultur auf höchstem Niveau, die Galerien auf dem Spinnereigelände sind zur weltweit bekannten Kunstszene herangewachsen. Da ist die Frage sicher berechtigt, warum darüber hinaus noch im Stadtteil ein zusätzliches Kulturangebot gewünscht wird.


Wir meinen:

Stadtteilkultur ist keinesfalls als Konkurrenz zur breit aufgestellten Kulturszene der Gesamtstadt anzusehen, Merkmal der Kultur im Stadtteil ist, dass sie mitten unter uns ist und die Menschen beteiligt. Sie belebt unser Wohnquartier und stärkt die Identifikation mit dem Stadtteil, erhöht unsere Wohnqualität und sorgt für Begegnung und Austausch. Die Identifikation und der damit einhergehende Stolz auf den eigenen Stadtteil ist eine Vorbedingung, um sich für seinen Stadtteil auch engagieren zu können.

In diesem Sinne will die Galerie W182 die Wohlfühlqualität unseres schönen Stadtteils mitprägen, will mehr sein als nur ein Ausstellungsraum für Kunst, sondern ein Ort für Begegnungen, Austausch, Aktivwerden und Mitmachen.


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